Der letzte Spion

Marcus Klingberg, Michael Sfard

aus dem Hebräischen von Wiebke Ehrenstein


ISBN 978-3-941688-14-8, Klappenbroschur, 19 Euro, erschienen.

»Der letzte Spion« erzählt das Leben des jüdischen Kommunisten und weltweit renommierten Epidemiologen Marcus Klingberg, der als junger polnischer Medizinstudent vor den Nazis nach Minsk flieht, dort zu Ende studiert und anschließend als Arzt in der roten Armee dient. Nach dem Krieg wandert er nach Israel aus, wird Seuchenspezialist von internationalem Rang, Professor an der Universität Tel Aviv und stellvertretender Direktor des direkt dem israelischen Premierminister unterstellten biologischen Forschungsinstituts Ness Ziona. Hier finden streng geheime Forschungen zu Israels Bio- und Chemiewaffenprogrammen statt.
Klingberg sitzt an oberster Stelle und treibt ein doppeltes Spiel: Er spioniert für die Sowjets und verrät streng geheime Forschungsergebnisse. In einem Prozess, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, wird er für schuldig befunden und erhält dafür die Maximalstrafe von zwanzig Jahren – die letzten vier davon verbüßt er aus gesundheitlichen Gründen unter strengem Hausarrest. Die Öffentlichkeit erfährt erst zehn Jahre später von seinem Fall.


Stimmen zum Buch:

»25 Jahre lang hat er einige der bestgehüteten Staatsgeheimnisse Israels an die Sowjetunion weitergegeben, doch in seiner Biografie lässt Marcus Klingberg keinerlei Reue erkennen. Vielmehr enthüllt er neue Informationen, die er bisher seinen Vernehmern vorenthalten konnte.«
Haaretz, Jerusalem



Reden statt schießen – Militärputsch in Malis Kultur des Dialogs

Christof Wackernagel


ISBN 978-3-941688-48-3, Klappenbroschur, 17,95 Euro, erschienen

Mali im März 2012: Kurz vor den anstehenden Wahlen erschüttert ein Putsch die westafrikanische Vorzeigedemokratie. Dies bestürzt das ehemalige RAF-Mitglied Christof Wackernagel zutiefst, weshalb dieser seine Erlebnisse und Empfindungen in einem Tagebuch festhält.
Der Schauspieler war 2003 nach Mali gezogen – aus dem geplanten Aufenthalt von einigen Monaten wurden zehn Jahre. Denn was er in Mali fand, fesselte ihn und berührte ihn nachhaltig: Eine Kultur des Dialogs, in der Konflikte diskutiert und mit Hilfe von Mediatoren geschlichtet werden.
Und dann ein Putsch! Wie Politiker und Bevölkerung einer auf Frieden und Vermittlung bedachten Gesellschaft auf den militärischen Aufruhr reagieren, notiert Wackernagel in seinem »Putschtagebuch«. Hin und hergerissen zwischen den Rollen als unmittelbar Betroffener und Beobachter der Ereignisse. Aus dem Blickwinkel des Westeuropäers schildert er informativ und unterhaltsam politische und private Begebenheiten aus 18 Monaten Ausnahmezustand, mit Hilfe von Insiderwissen und Kenntnis der malischen Kultur analysiert er das Geschehen. Können wir – Europa und der Rest der Welt – etwas von Mali lernen?


Stimmen zum Buch

»Wenn einer weiß, was wir in Afrika verloren haben, dann Wackernagel.«
Andreas Rosenfelder, Welt am Sonntag

»[Wackernagel] liest die großen globalen Zusammenhänge aus dem afrikanischen Nachrichten-Dschungel heraus. Das macht Wackernagels "Reden statt Schießen in Mali" zu einer unentbehrlichen Lektüre für jeden, der verstehen will, wie die politischen Erschütterungen in einem vermeintlich unbedeutenden westafrikanischen Land nicht nur mit dem Schicksal der ganzen Region, sondern auch der Zukunft unserer westlichen Welt verflochten sind. [...]
Am stärksten wirkt Christof Wackernagels Tagebuch, wenn der Autor tief in das alltägliche Handgemenge eintaucht und für eine säkulare, aufgeklärte Gesellschaft streitet. Letztlich geht es ihm weniger um Lösungen für die malische Politik. Sondern um die Würde des Menschen.«
Jonathan Fische, DIE WELT

»Wer schon immer wissen wollte, wie sich ein Militärputsch für die betroffene Bevölkerung anfühlt, ist bei diesem Buch genau richtig. [...]
Auch wenn man dem Autor nicht immer in seinen politischen Ansichten folgen mag, ist „Reden statt schießen“ alles in allem ein lesenswertes Buch für jeden, der sich für Afrika, die politischen Umbrüche in den nordafrikanischen Ländern und natürlich für Mali und seine Menschen interessiert.«
Angelika Gutsche, freitag.de

»Lesenswert«
Roland Schmitt, ekz.bibliotheksservice



Schade, dass du Jude bist – Kaleidoskop eines Lebens

Autobiografische Erzählungen von Walter Kaufmann


ISBN 978-3-941688-47-6, Klappenbroschur, 17,95 Euro, erschienen

Immer in Bewegung, sich ständig verändernd – so ist das Leben Walter Kaufmanns. Als Fünfzehnjähriger flieht er aus Nazideutschland nach England, wird von dort nach Australien deportiert, wo er sich mit verschiedenen Arbeiten über Wasser hält – im Krieg Soldat, später Hochzeitsfotograf, Dock- und Hafenarbeiter, zuletzt Seemann. Zurück in Deutschland ist es die DDR, die er wählt. Dort lebt er als Schriftsteller, geht wieder zur See, schreibt Reportagen aus Japan, Irland, Israel und den USA. Er bleibt in der Welt zu Hause.
Seine autobiografischen Erzählungen lassen dieses bewegte Leben aus vielfältigen Blickwinkeln betrachten. Walter Kaufmann erzählt von Menschen, so verschieden, wie die Länder, die er bereiste, von Begegnungen, von Stimmungen, die er einfängt und die berühren. So offenbart sich dem Leser ein immer wieder neues, stets anderes Bild und jedes davon überrascht und verzaubert.
Das literarische Kaleidoskop eines Lebens.


Stimmen zum Buch

»In dieser meisterlichen Kurzprosa zeigt sich die Spannweite zwischen Region und weiter Welt, zwischen Vertrautem und Fremdem, zwischen kleinen Verhältnissen und exotischen Abenteuern, zwischen sozialer und künstlerisch-literarischer Erfahrung.«
Aus der Laudatio zur Verleihung des Literaturpreises Ruhrgebiet



Operation Last Chance. Im Fadenkreuz des »Nazi-Jägers«

Efraim Zuroff

aus dem Amerikanischen von Stephanie Wills


ISBN 978-3-941688-16-2, 276 Seiten, Klappenbroschur, 19 Euro, erschienen.

Als die Nazis im Zweiten Weltkrieg Europa für ihre „Endlösung“ mobil machten, fanden sie auch im Ausland reichlich Unterstützung. Milivoj Ašner, Kazys Palciauskas, Sandor Kepiro sind nur einige Namen der unzähligen mutmaßlichen Holocaust-Helfer. Sie demütigten, folterten und töteten – aus Hass, aus Langeweile, aus Gleichgültigkeit. Sie waren menschenverachtende, gewissenlose Massenmörder. Eine Vielzahl dieser Individuen setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg ins demokratische Ausland ab und baute dort für sich und ihre Familien unbehelligt ein neues Leben auf.
Der jüdische Mauthausen-Überlebende Simon Wiesenthal machte es zu seiner Mission, diese Individuen aufzuspüren und zur Rechenschaft zu ziehen. Und Efraim Zuroff übernahm nach seinem Tod diese Aufgabe und bemühte sich, vor allem die Holocausttäter des Balkans zu belangen. Um zum Ziel zu kommen, musste er gleichermaßen hartnäckig und sorgfältig Detektiv, Historiker und politischer Lobbyist sein und viele Widerstände überwinden. In seinem Buch lässt Zuroff den Leser an seiner jahrzehntelangen Jagd nach den Tätern teilhaben. Er dokumentiert eindrucksvoll die Höhen und Tiefen des Strebens nach Gerechtigkeit – von den Schwierigkeiten, verlässliche Zeugen zu finden, über das Problem, im Ausland eine rechtliche Grundlage für einen Prozess und dann eine Verurteilung zu bilden, bis zum Kampf gegen den verbreiteten Unwillen der Menschen, sich nach Jahrzehnten der Verdrängung mit diesem dunklen Kapitel der Geschichte überhaupt zu beschäftigen. Doch Zuroff fühlt sich den Opfern des Holocaust verpflichtet und führt ihn weiter: den unermüdlichen Kampf gegen das Vergessen.






Die Republik vor Gericht – Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts 1975-95

Heinrich Hannover


ISBN 978-3-941688-41-4, Klappenbroschur, 28 Euro, erscheint am 01.06.2013

Nun ist auch Band II endlich wieder erhältlich: Die Republik vor Gericht (1975-1995)

Ob mit dem Versuch, Carl von Ossietzky zu rehabilitieren, der Verteidigung von Hans Modrow wegen Wahlfälschung, den Verfahren, in denen er Daniel Cohn-Bendit, Günter Wallraff, Otto Schily oder Peter-Paul Zahl verteidigte; Heinrich Hannover hat als Strafverteidiger Geschichte geschrieben. Uwe Wesel schrieb in der ZEIT, dass es sich bei Hannovers Aufzeichnungen um einen der wichtigsten Beiträge zur Rechtsgeschichte der Bundesrepublik handele. Das bleibt von Freund und Gegner unwidersprochen.
Heinrich Hannover, der Max-Friedlaender-Preisträger 2012, hat viel zu erzählen und tut dies in einer klaren und schönen Sprache.


Stimmen zum Buch:

»Ein Klassiker über die politische Justiz der Bundesrepublik«
(DIE ZEIT)



Vernichtung – Die deutsche Ordnungspolizei und der Judenmord im Warschauer Ghetto 1940-43

Stefan Klemp


ISBN 978-3-941688-42-1, Klappenbroschur, 19 Euro, erschienen.

Der Historiker und Publizist Stefan Klemp, ein ausgewiesener Experte für die Geschichte der Polizei in der NS-Zeit, legt nach seiner überzeugenden Studie über die Beteiligung der Ordnungspolizei am Massaker von Lidice zum 70. Jahrestag des Ghettoaufstands die erste systematische Untersuchung der Polizeieinsätze im Warschauer Ghetto vor. Seine spannende Darstellung zeigt, dass hier politische Soldaten aus Überzeugung Juden und anderen Menschen ermordet haben. Das Buch tritt der vielfach immer noch vorherrschenden Verharmlosung der Täter entgegen. Mit der Begründung, sie seien keine Überzeugungstäter gewesen, sind immer wieder Ermittlungsverfahren eingestellt worden. Und selbst heute noch werden die Täter mit der gleichen Begründung durch Teile der Forschung erneut entlastet.




Die Republik vor Gericht – Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts 1954-74

Heinrich Hannover


ISBN 978-3-941688-34-6, Klappenbroschur, 28 Euro, erschienen.

Endlich wieder erhältlich: Die Erinnerungen des Rechtsanwalts Heinrich Hannover an seine spektakulärsten Fälle.
Er begann als »Anwalt der kleinen Leute« und wurde zwischen 1954 und 1974 einer der bekanntesten Rechtsanwälte in politischen Prozessen. Hannover war an zahlreichen Verfahren beteiligt, die eng mit der Geschichte der westdeutschen Opposition und des Widerstands gegen Restauration, Remilitarisierung, Atomwaffen und Notstandsgesetze verknüpft sind und verteidigte unter anderem Ulrike Meinhof, Günther Wallraff und Werner Hoppe. In den Berichten über seine »›interessantesten Fälle‹ […], die nicht in Vergessenheit geraten sollten«, wirft Heinrich Hannover einen kritischen Blick auf die Institutionen der Gerichtsbarkeit im Nachkriegsdeutschland und liefert damit ein wertvolles Zeugnis bundesrepublikanischer Geschichte.


Stimmen zum Buch:

»Die Geschichte von Heinrich Hannover ist auch eine Geschichte der Bundesrepublik – aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel, aber engagiert und unbestechlich.«
NDR





Nationalsozialismus - Seine Geschichte von 1919 bis heute

Ernst Piper


ISBN 978-3-941688-22-3, Klappenbroschur, 19 Euro, erschienen.

Am 5. Januar 1919 wurde in München die spätere NSDAP gegründet. Das war der Ausgangspunkt für ein Geschehen, das die Welt verändern sollte. Mit der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 1945 ist es nicht zu Ende gegangen. In diesem Buch wird erstmals die Geschichte des Nationalsozialismus insgesamt in den Blick genommen, von den Anfängen über Aufstieg und Scheitern bis zur Gegenwart. Eine kompakte, sehr gut lesbare Darstellung, die sich stets auf der Höhe der Forschung bewegt und die neuesten Entwicklungen einbezieht.


Stimmen zum Buch:

»Ernst Piper ist ein packendes Geschichtsbuch gelungen, das alle Deutschen kennen sollten.«
Jörg Riemenschneider, NDR




Der Mann, der den 2. Weltkrieg begann - Alfred Naujocks: Fälscher, Mörder, Terrorist

Florian Altenhöner


ISBN: 978-3-941688-10-0, 390 Seiten, Broschur, 24 Euro, erschienen

Auftragsmörder, Geldfälscher, Terrorist – der SD-Geheimagent Alfred Naujocks war der Handwerker des Terrors, seine Vorgesetzten beschrieben ihn als »Desperado und Schurken«, der auch den riskantesten Auftrag ohne mit der Wimper zu zucken ausführte. Er inszenierte am 31. August 1939 den Scheinüberfall auf den Rundfunksender in Gleiwitz, dieser diente als Vorwand für den deutschen Einmarsch in Polen. Und auch für zahlreiche andere spektakuläre Aktionen war der »deutsche James Bond«, wie er sich selbst angeblich nach dem Krieg bezeichnete, verantwortlich.
Dreist verkaufte er seine Geschichte in den 50er und 60er-Jahren außerdem an die Medien, die bereitwillig und trivialisierend über seine mörderischen »Husarenstücke« schrieben.
Naujocks starb 1966, ohne je in Deutschland angeklagt worden zu sein.

Fernab jeglicher »Agentenromantik« zeichnet Florian Altenhöner den Lebensweg eines deutschen Kriegsverbrechers nach und legt damit die erste Biografie eines SD-Geheimagenten überhaupt vor. Überaus spannende Erkenntnisse – besonders über Naujocks Überlaufen zu den Alliierten im Herbst 1944, denen gegenüber er sich als österreichischer Widerstandskämpfer ausgab – ergeben sich dabei aus der Auswertung von z.T. bisher unbekannten Quellen.





Keine Zeit für Geduld - Mein Weg von Kaunas nach Jerusalem

Zev Birger


ISBN: 978-3-941688-12-4, 120 Seiten, Broschur, 14 Euro

»Zev Birgers Geschichte mußte einmal erzählt werden, und ich bin froh, daß er es nun selbst getan hat.«
Shimon Peres

Zev Birger hat viel Zeit verloren. Er ist 14, als sein Heimatland erst von sowjetischen Truppen, später von den Deutschen besetzt wird. In Kaunas, einem der damaligen Zentren des osteuropäischen Judentums, wird ein Ghetto errichtet, die Familie eingesperrt und später ins Konzentrationslager deportiert. Birger geht durch die »Nazi-Hölle«, der außer ihm keiner seiner Angehörigen entkommen soll. Er selbst gehört mit sieben weiteren Männern zu den einzigen Überlebenden des Männerlagers im KZ Kaufering.
Nach dem Ende des Krieges muss er aufholen – ihm bleibt Keine Zeit für Geduld. Birger steckt voller Tatendrang, Optimismus und Kreativität, träte Stillstand in sein Leben, wäre das das Ende. Am Aufbau des Staates Israel und der Stadt Jerusalem hat er maßgeblichen Anteil, an der Seite Teddy Kollecks wird er hier zum engagierten Gestalter einer Epoche.
Er vermochte die Menschen in den kulturellen Dialog miteinander zu bringen, sei es als Begründer des israelischen Filmcenters oder – bis zu seinem Unfalltod im Juni 2011 – als Direktor der Internationalen Jerusalemer Buchmesse.







Der Preis des Krieges

Karin Bock-Leitert, Thomas Roithner


ISBN: 978-3-941688-08-7, 212 Seiten, Broschur, 14 Euro, erschienen.

»Der Krieg bezieht seine Kraft aus unerschöpfl ichen Geldquellen.«

Auch noch heute hat diese Feststellung von Cicero nichts von ihrer Gültigkeit verloren, vielmehr ist sie aktueller denn je. Im Rahmen ausführlicher Interviews beleuchten zehn deutsche, österreichische und Schweizer SozialwissenschaftlerInnen und JournalistInnen sowie Jakob von Uexküll, Stifter des Alternativen Nobelpreises, den Zusammenhang von Wirtschaft und Krieg. Sie bemühen sich um Antworten auf nahe liegende, aber in der Öffentlichkeit wenig thematisierte Fragen und geben so unbequeme Einblicke in die Ökonomie der Gewalt, die ungeahnt tief in der zivilen Wirtschaft verwurzelt ist.
Antworten geben Elmar Altvater (Politikwissenschaftler), Jörg Becker (Kommunikationsforscher), Jörg Huffschmid (Ökonom), Friedrich Korkisch (Militärwissenschaftler), Peter Lock (Sozialwissenschaftler), Gerald Mader (Friedensforscher), Birgit Mahnkopf (Ökonomin), Werner Ruf (Friedensforscher), Peter Strutynski (Politikwissenschaftler), Jakob von Uexküll (Zukunftsdenker) und Andreas Zumach (Journalist).
Das Buch basiert auf der gleichnamigen 3-Sat-Dokumentation.
Herausgegeben wird es nun in überarbeiteter Neuaufl age von
Karin Bock-Leitert (Regisseurin) und Thomas Roithner (Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung).






Sinnvoll erfolgreich – Sich selbst und andere führen

Hans-Georg Huber und Hans Metzger


ISBN: 978-3-941688-02-5, 232 Seiten, Broschur, mit einem Vorwort von Daniel Goeudevert, 14 Euro, erschienen.

Wann ist man erfolgreich? Wenn man ein gut gefülltes Bankkonto besitzt? Haus und Auto? Viele Menschen, vor allem Führungskräfte, setzen Erfolg allein mit Statusgewinn, Macht und hohem Einkommen gleich und wundern sich, wieso sie trotz Karriere nicht zufrieden mit sich und ihrem Leben sind. Was oftmals fehlt, ist der Sinn hinter dem Ganzen – das gilt sowohl für den Einzelnen als auch für wirtschaftlich durchaus erfolgreiche Unternehmen. Wie die Kluft zwischen Erfolg und Sinn, zwischen Mensch und Unternehmen überwunden werden kann, beschreiben die Autoren in diesem Buch.


Stimmen zum Buch:

»Die Autoren zeigen die wichtige Verbindung von Sinn und Erfolg in vielen Facetten. Das Gleichgewicht zwischen innerem und äußerem Erfolg ist ein entscheidender Faktor, um als Führungskraft seine Mitarbeiter glaubwürdig und erfolgreich in einer Zeit des Wandels führen zu können.«
Prof. Dr. Lothar Seiwert, Buchautor, Experte für Time-Management und Life-Leadership

»Dieses Thema ist brandaktuell in der heutigen Zeit des Umbruchs, der Rezession und Unsicherheiten. In aller Klarheit werden Probleme angesprochen und zukunftsträchtige Handlungsanweisungen gegeben.«
Heinz Fischer, ehemals Personalvorstand der Deutschen Bank







KZ-Arzt Aribert Heim - Die Geschichte einer Fahndung

Stefan Klemp


ISBN: 978-3-941688-09-4, 385 Seiten, Broschur, 24 Euro

Aribert Heim gilt als einer der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher. Die Medien gaben ihm Namen wie »Dr. Tod« oder »Der Schlächter von Mauthausen«; sie zeugen von der ungeheuren Grausamkeit, mit der er als SS-Arzt jüdische KZ-Insassen behandelte. Er war zwar nur etwa zwei Monate auf der Krankenstation des Konzentrationslagers Mauthausen eingesetzt, wird für diesen kurzen Zeitraum jedoch für die bestialische Ermordung zahlreicher Häftlinge verantwortlich gemacht. Erst 1979 wurde er dafür in Abwesenheit in einem späten Spruchkammerverfahren in Berlin zu einer hohen Geldstrafe verurteilt und als »Hauptschuldiger« eingestuft. Die Zeugenaussagen zu Aribert Heims »Behandlungen« seiner Patienten, die im Urteil zitiert werden, lesen sich wie das Drehbuch zu einem Horrorfilm.

Erstmals wird nun ein Buch über den Mann veröffentlicht, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unbehelligt und als freier deutscher Staatsbürger heiraten, eine Familie gründen und weiterhin als Arzt praktizieren konnte. Als Heim Anfang der 60-Jahre schließlich doch verhaftet werden sollte, konnte er entkommen. Seitdem ist er ein Phantom, dessen Verfolger ihm zwar stets auf den Fersen sind, ihn bisher jedoch nicht zu fassen bekommen haben, trotz internationaler Haftbefehle.
Kriminalisten und Historiker des Simon-Wiesenthal-Zentrums – unter ihnen der Autor des Buches – traten in einer ungewöhnlichen Kooperation den Wettlauf mit der Zeit an, bei dem nun die Frage im Raum steht, ob er endgültig verloren ist. Denn ZDF und New York Times verkündeten Anfang letzten Jahres, dass Heim bereits 1992 in Kairo gestorben sei. Zweifelsfrei belegt ist dies nicht.

Heute wirkt es kaum nachvollziehbar, wie sehr die Nachkriegsjustiz in vielen Fällen versagen konnte. Aus erster Hand wird hier nun geschildert, wie auch bis in unsere Zeit versucht wird, das Grauen des Holocaust zu sühnen. KZ-Arzt Aribert Heim – Die Geschichte einer Fahndung ist die äußerst spannende Dokumentation einer jahrzehntelangen Suche.






Afghanischer Traum. Ein Kriegsreporter erzählt

Knut Mueller


ISBN 978-3-941688-18-6, 219 Seiten, Klappenbroschur, 19 Euro, erschienen.

Osama bin Ladens Fluchthöhle im Tora Bora-Labyrinth, Opiumbasare und Treffen mit warlords sowie deutschen und US-Militärs – von diesen Orten und Begegnungen hat Knut Mueller nicht nur geträumt, sondern sie als Kriegsfotograf hautnah erlebt. Nun veröffentlicht er seine sehr persönlichen und mit zahlreichen Anekdoten und »Insider-Wissen« gespickten Erinnerungen erstmals in gesammelter Form.
Die Erzählungen zeigen Afghanistan aus einer bislang wenig bekannten Perspektive: Abseits von politischer Propaganda für oder gegen den militärischen Einsatz, dafür mit dem zielgerichteten Blick des Journalisten und Fotografen, gelingt es Mueller, die verschiedensten Seiten des in den Medien dauerpräsenten aber in vieler Hinsicht doch gleichzeitig so unbekannten Landes eindrücklich darzustellen.

Die Erzählungen sind mit zahlreichen Fotos des Autors illustriert.







Falls wir uns nicht wiedersehen ...

Die Familie von Siegmund Klein zwischen Rettung und Tod - Briefe aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Italien (1938 bis 1945)

Giorgio Sacerdoti


ISBN: 978-3-941688-00-1, 598 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Broschur, 28 Euro.

Über 100 Briefe aus den Jahren 1938 bis 1945 stehen im Mittelpunkt dieses Buches, das das Schicksal der Familie Klein aus Köln schildert. Die Emigration in die Niederlande brachte ihr keine Rettung. Siegmund Klein wurde 1943 nach Auschwitz deportiert, wie schon im Jahr zuvor sein Sohn Walter, der nur 23 Jahre alt wurde. Die Ehefrau Helene Meyer kam im holländischen Exil um. Nur die Tochter Ilse, die schon 1933 nach Paris gegangen war, überlebte. Sie heiratete 1940 in Marseille Piero Sacerdoti und erwarb so die italienische Staatsangehörigkeit, was ihr einen gewissen Schutz vor den Verfolgungen der Deutschen gab. Als 1943 die deutsche Wehrmacht die italienische Besatzungszone in Frankreich übernahm, ging das junge Ehepaar zunächst nach Mailand, Sacerdotis Heimatstadt, und rettete sich dann mit dem kurz zuvor geborenen Sohn in die Schweiz.

Die Briefe erzählen nicht von den Todeslagern, sondern zeugen vom Leben unter den Bedingungen der Verfolgung. Sie dokumentieren Lebenswege, die allzu oft in der Vernichtung endeten, weil die emigrierten deutschen Juden auch in den Fluchtländern in der Falle saßen. Ergänzt wird die Edition durch Dokumente zur Familiengeschichte vor und nach dem Holocaust.







Richtig ist wichtig – der kleine Stilberater

Jan Schaumann


ISBN: 978-3-941688-13-1, 190 Seiten, Broschur, 12 Euro, erschienen.

Wünscht man noch »Gesundheit!«, darf man Kartoffeln mit dem Messer schneiden, wo endet die Krawatte und wie zerlege ich fachgerecht einen Hummer?
Antworten auf solche und ähnlich elementare Fragen des alltäglichen Überlebens finden sich in etlichen Ratgebern. In diesem Buch geht es um mehr. Es ist der persönliche Stil, eine gesunde Mixtur aus wertschätzendem Umgang, Respekt, zurückhaltender Höflichkeit und brutaler Authentizität, der einen Menschen sympathisch erscheinen lässt. Dass es sich auch mit guten Umgangsformen leicht und humorvoll leben lässt, beschreibt Jan Schaumann in seinem locker geschriebenen Streifzug durch seinen persönlichen Alltag. Er lässt den Leser teilhaben an seinen Erlebnissen, Gedanken, Erfahrungen und Missgeschicken.
Nicht der erhobene Zeigefinger, sondern das Augenzwinkern ist das stilvolle Stilmittel dieses wahrhaft anderen Benimmbuchs. Der alte Knigge hätte seine Freude daran gehabt.
Niemand ist vollkommen. Nur sollte man sich dies stets vor Augen führen und dennoch nie aufhören, an sich zu arbeiten.

Mit zahlreichen Illustrationen von Simona Lexau.